Das ist Papiamento und bedeutet so viel wie: Willkommen im Paradies auf Erden! Wie schnell die Zeit vergeht! Kaum sitzt man im Flugzeug in den Urlaub, muss man auch schon wieder zurueck! Und das ist leider unabhaengig von der Aufenthaltsdauer im Reiseland! Egal ob 7, 14 oder 21 Tage! Zu Beginn hat man das Gefuehl, man hat noch ewig Zeit. Ab der Haelfte ist der Urlaub auch schon wieder fast rum! Eigentlich ein faszinierendes und ein echt bescheidenes Phaenomen! Naja, damit muessen wir wohl leben! Um es vorweg zu nehmen: Ich versuche mich bei den Ausfuehrungen kurz zu fassen! Ob es mir gelingt, werden wir sehen!
Es ist 4.30 Uhr! Der Wecker schreit unerbittlich! Aber irgendwie faellt das Aufstehen gar nicht so schwer wie sonst!
Kurz vor der freien Zeit erwachen noch einmal die Lebensgeister! Relativ fit und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg zum Flughafen! Es ist uebrigens Samstagmorgen, und es wimmelt von betrunkenem Partyvolk.
Ich wollte am Freitag noch online einchecken. Leider ging das nicht! Am Flughafen angekommen versuchten wir unser Glueck an einem Automaten von KLM. Wieder ohne Erfolg! Dieses Mal scheiterte es am Automaten!
Allerdings hatten wir mit dem daneben mehr Glueck! Weniger Glueck hatten wir allerdings mit unseren Plaetzen! Auf dem Flug von Amsterdam nach Curaçao hatten wir die beiden mittleren Sitze in der mittleren Sitzreihe!! Wir sind definitiv schon besser gesessen! Erst einmal mussten wir nach Amsterdam kommen! Und da wurden wir vom grossen Platzangebot, aber auch von der dreckigen Maschine ueberrascht!
Der Flug von Amsterdam in die Sonne war dann recht ereignislos! Das Essen war im Uebrigen wirklich nicht besonders! Ausser dem Platzangebot hat mich ohnehin nichts ueberzeugt! Naja! Der Flug war immerhin guenstig!
Leider konnte ich nicht schlafen! Nach ca. 10h machten wir einen Zwischenstopp auf Aruba, bevor wir nach einer weiteren Stunde auf Curaçao gelandet sind! Tja, diese letzte Stunde verbrachte ich dann im Land der Traeume!
In Curaçao angekommen suchten wir uns erst mal eine Fahrgelegenheit, nachdem wir ewig an der Einreise gewartet haben! Was wirklich witzig ist: Normalerweise bekommt man eine Ein- und eine Ausreisekarte, auf denen man massenweise Informationen eintragen muss! Das Ausfuellen wird auch ziemlich genau genommen! Nicht so in Curaçao! Die Einreisekarte ist wie gewohnt! Beim Betrachten der Ausreisekarte mussten wir schon sehr schmunzeln! Es ist eher ein Fragebogen, wie es einem gefallen hat!
Um es vorweg zu nehmen: Curaçao ist gut weggekommen!
Mit dem Taxi ging es dann in Richtung Hotel! Schon der erste Eindruck erinnerte stark an das geliebte Asien … auch wenn ich die ersten Kakteen nicht gesehen habe!
Nach 20 min waren wir in unserem Hotel! Das Floris Suite Hotel koennen wir wirklich nur empfehlen! Im Nachhinein gab es maximal ein Hotel, welches eine Alternative darstellen koennte! Wir hatten mal wieder extremes Glueck und bekamen ein besseres Zimmer als gedacht!
Genauer gesagt hatten wir 2 Zimmer mit Kueche, Bad, “Ankleidezimmer” und Balkon!
Ich bin ja einiges gewoehnt, was Hotels im unteren und im oberen Preissegment angeht, aber so “ein” Zimmer hatte ich auch noch nicht! Ich hoffe, das wird auf den Bildern unten deutlich! Was gibt es noch zu dem Hotel zu sagen? Die Angestellten sind wirklich nett und hilfsbereit! Die Anlage gleicht einem schoen gestutzten Urwald, und das BBQ am Sonntag ist spitze! Da konnten wir die Frage des Kochs “Was it delicious?” getrost positiv beantworten! Ein Lob geht auch an die Security! Es kam immer ein freundliches “Hallo” aus ihrem Haeuschen am Eingang zum Hotelgelaende! Was wir auch noch nie gesehen haben, war ein dickes Buch am Empfang, in welchem sehr viele Restaurants der Insel mit Bildern und Menue-Karten vorgestellt werden! Von wegen “Futterneid”!
So konnte man sich im Vorfeld schon ueber das Angebot und die Preise informieren!
Das bringt mich auch schon auf das naechste Thema: Die Menschen in Curaçao! Solch eine Freundlichkeit haben wir schon ganz lange nicht mehr gesehen bzw. erlebt! Es gibt sicher Leute, die jetzt behaupten werden, dass das daran liegt, dass sie was verkaufen wollen! Allerdings erklaert das nicht das nette Gruessen mitten auf der Strasse! Dagegen fuehlt man sich hier in Muenchen manchmal wie auf einer Beerdigung!
Leider ist es auf der Insel recht teuer! Das liegt einfach daran, dass sie zu klein ist, um die Bevoelkerung und die Touristen mit Lebensmitteln zu versorgen! Aus diesem Grund muss alles aus den Niederlande, den USA oder sonst wo importiert werden! Wer sich wie wir auf frisches Obst und Saefte freut, der wird im ersten Moment etwas enttaeuscht sein! Im zweiten Moment aber hoffentlich akzeptieren!
Was wir so gemacht haben? Die erste Woche stand Entspannung auf dem Programm! Soviel habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gelesen!
Okay, das ist etwas uebertrieben, aber wir haben uns richtig gut erholt! Dafuer waren wir die meiste Zeit an zwei verschiedenen Straenden/Buchten. Zunaechst die Pirate Bay! Dort befindet sich der Pirate Bay Beach Club, den ich nur waermstens empfehlen kann! Dort haben wir uebrigens auch Martinas Geburtstag gefeiert! Wir hatten einen schoenen Tisch direkt am Meer im Sand! Quite nice!
Leider ist der Strand voll mit Korallen und Steinen, aber das Wasser koennte nicht tuerkiser oder blauer sein! Nach ein paar Tagen haben wir uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Nicht allzu weit weg befindet sich das Marriot-Hotel! Brav wie wir sind, fragten wir den ersten Security: “Not allowed!”! Der zweite Security meinte dann schon, wir sollen an der Rezeption fragen! Dort erwischten wir dann eine nette Frau, welche uns dann mit auf den Weg gab: “Some say yes, some say no! If you ask me, don’t ask and have fun!”!
Ansonsten haben wir an einem Tag auch noch Strandhopping betrieben!
Drei Tage waren wir Willemstad der Hauptstadt von Curaçao. Wirklich ein nettes Staedtchen! Jedes Haus hat eine andere Farbe, was die Stimmung neben der Sonne noch weiter hebt!
Souvenirshopping ist da aber leider kontraproduktiv!
Eigentlich koennt ihr euch ueber die Sehenswuerdigkeiten auch einfach im Internet schlau machen oder einen Reisefuehrer kaufen! Daher beschraenke ich mich mal auf 2-10 Ereignisse!
Zwischendurch hatten wir auch ein Auto gemietet! Naja, das Wort “Auto” ist vielleicht etwas uebertrieben fuer dieses tuerkiese Ding!
Aber immerhin waren wir damit mobil … und peinlich beruehrt!
Aus diesem Grund findet sich unten auch kein Bild davon!
Jedenfalls haben wir damit auch den Christoffel-Nationalpark durchquert! Bis auf eine Steigung hat der kleine “Flitzer” ueberraschenderweise alle Steigungen gleich auf Anhieb gemeistert! Anschliessend machten wir uns auf die Suche nach einem kleinen lokalen Restaurant! Fuendig wurden wir in Westpunt! Dort befindet sich eine 9 m hohe Klippe, von denen sich Maennlein und Weiblein ins kuehle Nass stuerzen! Von unserem Tisch aus, konnten wir uns mit den “Wagemutigen” noch bis zum Absprung unterhalten!
Apropos Tisch: Der Laden war echt zum Schiessen! Als wir eingetreten sind, dachten wir erst, es sei geschlossen! Es standen ein Sessel, ein Fernseher und reichlich Sperrmuell in den Ecken! Auf der Terrasse sah es nicht anders aus! Allerdingst stellte sich der Sperrmuell als Mobiliar heraus!
Als wir das begriffen hatten, war das Lokal richtig urig!
Die Dame des Hauses liess sich ziemlich Zeit, aber wir waren ja mit den Cliffspringern beschaeftigt! Nach 15 min kam sie mit ihrem Block und fragte, was wir denn wollen wuerden! Wir bestellten erst mal etwas zu trinken! Auf die Frage nach etwas zu essen, nickte sie und kam nach 20 min wieder!
In jedem anderen Lokal nicht im Urlaub waeren wir wohl wieder aufgestanden und gegangen!
Aber das Essen hat uns dann mehr als entschaedigt! Beef und Goat-Stew mit Funchi! LeckerST!
Ziemlich zu Beginn haben wir einen Tauchinstruktor bei uns am Strand getroffen, welcher uns gleich ausfragte und uns die Angebote der hiesigen Tauchschule naeherbrachte! Da wir erst nur entspannen wollten, wollten wir uns das noch ueberlegen. Martina hat ja bereits den AOWD! Meine Wenigkeit hat immerhin vor 20 Jahren mal einen Schwimmkurs besucht!
Jedenfalls haben wir im Laufe der Zeit rausgefunden, dass ich erst mal einen Probetauchgang mit Theoriestunde machen kann, welcher mir dann auf einen anschliessenden OWD angerechnet werden kann! Ferner konnte Martina das Tauchequipment mieten und den Tauchgang mitmachen! Somit sprach nichts mehr dagegen, und am letzten Samstag vor dem Heimflug war es so weit! Es stand mein erster und Martinas erster nach vier Jahren Tauchgang auf dem Programm! Wir waren beide etwas aufgeregt! Das lies dann aber … nicht nach, als die Theoriestunde begann! Ehrlichgesagt wurde ich immer nervoeser!
Tauchen sieht meiner Meinung nach immer sehr einfach aus! Wenn man sich allerdings naeher damit beschaeftigt, irrt man sich gewaltig!
Regulator, Gewichte, Weste, Psi, Bar, Meter, Meilen, Flossen, Brille, Druckausgleich, …! Da kommt einiges Neue auf einen zu!
Nach der Theoriestunde ging es ans Kennenlernen des Equipments! Ganz schoen schwer das ganze Zeug! Man hat das Gefuehl, man wuerde wie ein Stein zum Meeresboden sinken!
Das ist aber nur bedingt der Fall! Die Gewichte, die Flasche und das Koerpergewicht ziehen einen nach unten! Die Luft in der Weste und in den Lungen treibt einen nach oben! Der Erfolg besteht darin, ein Gleichgewicht zu finden! Aber mal der Reihe nach: Von der Tauchschule geht es per piedes zum Strand und ins Wasser! Praktischerweise hatte die Schule ein “Hausriff”!
Zunaechst schnorchelten wir so weit raus, dass wir kniend tauchen konnten, um die wichtigsten Manoever trainieren zu koennen! Mundstueck raus und wieder rein mit Wasser raus pusten, Regulator raus und wieder rein mit Wasser raus durch Knopfdruck, Wasser aus der Brille, Regulator wiederfinden etc.! Was mir gerade einfaellt: Anders als im Fernsehen oder Kino dargestellt, hat jeder Taucher einen Ersatzregulator dabei, und muss bei einem Notfall nicht sein eigenes Mundstueck “ausleihen”! Jedenfalls klappten die ersten Uebungen ganz gut! Ich hatte aber ein ziemlich schlechtes Gefuehl dabei! Kann man gar nicht beschreiben! Kann auch an der viel zu engen Taucherbrille gelegen haben, von der ich heute noch einen Abdruck an der Nase habe!
Als das behoben war, ging es dann los auf eine kleine Tour! Es ist wirklich nicht leicht, die Balance zwischen Auf- und Abtrieb zu finden! Durch die Unterstuetzung des Tauchlehrers hat es dann aber zum Glueck doch ganz gut geklappt! Was wirklich seltsam ist, ist das Atmen unter Wasser!! Man denkt, die Luft geht aus! Ohne Flasche ist das ja auch so! Es braucht schon Ueberwindung Luft zu holen! Man darf sich nicht vorstellen, was passiert, wenn in 12 m Tiefe ploetzlich nichts mehr kommt! So tief waren wir im Uebrigen!
Den Tauchschein habe ich dann och nicht gemacht, aber bei naechster (asiatischen) Gelegenheit werde ich das nachholen!
Die letzte Geschichte hat “lustiger weise” auch was mit Wasser zu tun!
Allerdings eher von oben als von unten! Wobei …! Am letzten Abend entschieden wir uns, nochmal im Pirate Beach Club zu dinieren! Es sollte ein kroenender Abschluss werden! Den ganzen Tag schon war das Wetter irgendwie komisch! Normalerweise weht immer ein kleines Lueftchen! An diesem Tag war es nicht so und dadurch extrem schwuel! Als wir an unserem “Stammplatz” im Sand angekommen waren, war der Himmel am Horizont pechschwarz! Es war ein seltsamer Anblick, und es begann auch in der Ferne zu gewittern! Mit einem Getraenk bewaffnet, warteten wir auf die Vorspeise! Dabei konnte man schoen beobachten, wie die Wetterfront auf einen zu kam! Wird es halten? Was passiert wenn nicht? Darauf bekamen wir nur die Antwort: “Then we have a problem!”!
Langsam aber sicher ueberlegten auch die Gaeste um uns rum, wo sie am schnellsten mit ihren Tellern, Glaesern und Flaschen hinfluechten koennten! Ploetzlich bewegten sich die Stuehle, und ein Sturm ging los! Blaetter, Menuekarten, Aeste flogen an uns vorbei! Gluecklicherweise bekamen wir noch einen letzten Tisch im Huettchen! Allerdings hat das auch nicht viel gebracht! Neben uns bestellten die Leute sogar noch Essen! Als wir gerade unser Essen einpacken lassen wollten, stand die Vorspeise auf dem Tisch! War ein komisches Gefuehl beim Essen!
Den Hauptgang liessen wir uns dann einpacken! Allerdings begann es dann wie aus Eimern zu schuetten!! Wir sind von Singapur ja einiges gewoehnt, aber sowas hatten wir auch noch nicht erlebt! Sturzbaeche kamen uns an der Steigung zum Hotel entgegen! Das Wasser stand bestimmt 10 cm auf der Strasse! Im Hotel angekommen, waren wir bis auf die Unterwaesche durchnaesst! Man konnte sie auswringen und die Badewanne damit fuellen! Der Versuch ueber das Fernsehen an Informationen zu kommen, scheiterte daran, dass kein Sender mehr empfangen wurde! Naja, somit schlossen wir alle Vorhaenge, und beschlossen unseren Urlaub mit einem leckeren Essen in den “eigenen” 4 Waenden! So hatten wir uns den letzten Abend zwar auch nicht vorgestellt, aber immerhin haben wir was zu erzaehlen! Emily sei Dank!
Dann erwachten wir auch schon an unserem letzten Morgen!
Trotz des Unwetters am Abend zuvor, wollten wir am liebsten dableiben! Leider war das nicht moeglich! Bis unser Taxi kam, unterhielten wir uns noch mit der Rezeptionistin! Wir erzaehlten ihr, dass wir lieber bei dem schoenen Wetter in Curaçao bleiben wuerden, als ins verregnete Deutschland trotz Sommer! Als wir dann von den Jahreszeiten anfiegen, meinte sie dann: “Ah! Like in the Netherlands!”! Tja, ein europaeischer Pass alleine reicht nicht, um geographische Kenntnisse darueber zu besitzen!
“Unsere” Taxifahrerin fuhr uns dann zum Flughafen! Von ihr hatten wir auch unser “Auto” gemietet! Es war ein herzlicher Abschied! Dieses Mal hatten wir wirklich gute Plaetze beim Check-In bekommen! Zum Glueck! Wir mussten schliesslich auch schlafen!
In der Wartehalle sassen wir dann neben einem Paerchen mit Kind und ziemlich viel Anhang! Der Typ scheint in den Niederlande relativ beruehmt zu sein! 2x kamen irgendwelche Fremden, und liessen sich mit ihm fotographieren!
Leider konnten wir beide nicht gut schlafen! Ich scheinbar besser als Martina, auch wenn ich davon nichts mitbekommen habe!
Als wir in Amsterdam schliesslich in den Flieger nach Muenchen gestiegen sind, schlief sie auch schon, und wachte erst wieder auf dem Rollfeld auf bayerischem Boden wieder auf!
Das waren in “Kuerze” drei Wochen Karibik!
In diesem Sinne: Ayo i masha danki!